Vergleich
Kategorie B oder B/C: welcher Bergschuh für Ihre Touren
Veröffentlicht am
Hinweis: Diese Seite enthält Werbelinks (Affiliate-Links) zu Amazon. Kaufen Sie über einen solchen Link, erhalten wir eine Provision. Für Sie ändert sich der Preis nicht. Mehr dazu
Kurz gesagt
Kategorie B passt zu Bergwegen, Hüttentouren und Trekking mit Rucksack. Die Sohle ist mittelsteif und auf Wegen noch angenehm. Kategorie B/C ist steifer, hat meist eine Fersenkante für Steigeisen mit Halbautomatik-Bindung und eignet sich für alpine Steige, Geröll, Klettersteige und Firnfelder. Wer nur gelegentlich alpin unterwegs ist, kommt meist mit B aus.
Passende Produkte
Alle 8 Produkte im VergleichScarpa Mont Blanc GTX: bedingt steigeisenfester Hochtourenschuh
Preis bei Amazon prüfenWerbelinkScarpa Ribelle Lite HD mit Vibram-Mont-Sohle
Preis bei Amazon prüfenWerbelinkScarpa Zodiac Tech GTX: Perwanger-Leder, Vibram-Pentax-Sohle
Preis bei Amazon prüfenWerbelink
Die Grenze zwischen Kategorie B und B/C ist für viele Bergwanderer die schwierigste Entscheidung beim Schuhkauf. Ein B-Schuh ist bequemer auf langen Hüttenwegen, ein B/C-Schuh sicherer auf schmalen Steigen und im Schnee. Diese Seite erklärt, was die beiden Stufen im verbreiteten Händlerschema bedeuten, wie sie sich bei Sohle, Schaft und Steigeisen unterscheiden und wie Sie anhand Ihrer Touren entscheiden. Dazu gibt es Hinweise zur Vibram-Sohle, die bei beiden Stufen häufig verbaut ist.
Was B und B/C im Händlerschema bedeuten
Die Kategorien A bis D sind ein im Handel und bei vielen deutschen Herstellern wie Meindl, Lowa und Hanwag verbreitetes Schema. Es ist keine Norm, und die Einstufungen weichen zwischen den Marken leicht ab. Im Kern beschreibt es die Steifigkeit der Sohle und die Eignung für Steigeisen.
Kategorie B steht für Berg- und Trekkingschuhe mit mittelsteifer Sohle und knöchelhohem Schaft. Sie sind für markierte Bergwege, Hüttentouren und Trekking mit Rucksack gedacht. Klassische Steigeisen mit Bügeln halten an ihnen in der Regel nicht sicher, leichte Grödel dagegen schon.
Kategorie B/C bezeichnet steifere Bergschuhe, die bedingt steigeisenfest sind. Sie haben meist eine ausgeprägte Fersenkante, an der der Fersenbügel einer Halbautomatik-Bindung einrastet. Vorne wird das Steigeisen mit einem Riemen fixiert. Ausführlich erklärt das der Beitrag Bergschuh-Kategorien.
- AWeg
- A/BWeg und leichter Bergweg
- BBergweg
- B/CSteig und Geröll
- CGletscher
- DExpedition
B und B/C im direkten Vergleich
Der Unterschied zeigt sich am deutlichsten bergab und auf schmalen Tritten. Ein B/C-Schuh steht auf einer Felskante fast wie auf einer Leiste, ein B-Schuh gibt etwas nach. Auf langen Forststraßen kehrt sich das um: Dort ist der B-Schuh angenehmer.
| Merkmal | Kategorie B | Kategorie B/C |
|---|---|---|
| Sohle | mittelsteif | steif |
| Schaft | knöchelhoch, gepolstert | knöchelhoch bis hoch, stabiler |
| Steigeisen | Grödel; Riemensteigeisen nur nach Herstellerangabe | Riemen oder Halbautomatik |
| Gummirand | teilweise | häufig umlaufend |
| Gehkomfort auf Wegen | gut | geringer |
| Typisches Gelände | Bergwege, Hüttentouren, Trekking | alpine Steige, Geröll, Klettersteige, Firnfelder |
Steigeisen: der entscheidende Punkt
Wenn Sie Touren mit Steigeisen planen, führt meist kein Weg an B/C oder C vorbei. Ein Steigeisen braucht eine steife Sohle, sonst kann es sich beim Gehen lösen oder brechen. Bei B/C-Schuhen ist eine Halbautomatik-Bindung üblich: hinten ein Bügel an der Fersenkante, vorne ein Riemen. Voll steigeisenfeste Schuhe der Kategorie C haben zusätzlich eine Kante vorne für Automatik-Bindungen.
B: Riemenbindung
keine Kanten, Riemen vorn und hinten
B/C: Halbautomatik, Fersenkante
Kante an der Ferse für den Kipphebel
C: Automatik, Front- und Fersenkante
Kanten vorn und hinten für Bügel und Kipphebel
Hinweis:Steigeisen und Schuh müssen zueinander passen. Lassen Sie die Kombination im Fachhandel anpassen und prüfen Sie die Angaben beider Hersteller. Gletscher und vereiste Hänge erfordern Erfahrung und je nach Tour Seil und Partner oder einen Bergführer.
Vibram-Sohle: bei beiden Stufen verbreitet
Viele Berg- und Trekkingschuhe beider Kategorien haben eine Laufsohle von Vibram. Der Name sagt aber wenig über die Steifigkeit aus, denn Vibram liefert zahlreiche Sohlen für ganz unterschiedliche Schuhe. Entscheidend für die Kategorie ist die Zwischensohle mit ihrer Versteifung, nicht die Marke der Laufsohle.
Achten Sie bei alpinen Schuhen auf eine Kletterzone an der Spitze, also einen glatteren Bereich für Reibung auf Fels, und auf ein ausgeprägtes Profil an der Ferse für Abstiege. Mehr dazu im Beitrag Vibram-Sohle erklärt.
So entscheiden Sie zwischen B und B/C
Der Kategorie-Finder fragt nach dem schwierigsten Gelände und dem Rucksackgewicht und gibt eine Kategorie als Richtwert aus. Wer überwiegend Hüttentouren geht und nur ab und zu einen alpinen Steig, ist mit B oft besser bedient, weil der Schuh den Großteil der Strecke bequemer ist. Wer regelmäßig schwarze Steige, Klettersteige oder Firnfelder geht, profitiert von B/C.
- 1
Das schwierigste Gelände notieren, das auf Ihren Touren regelmäßig vorkommt.
- 2
Klären, ob Sie Steigeisen nutzen wollen oder ob Grödel reichen.
- 3
Das Rucksackgewicht einschätzen: Schweres Gepäck spricht eher für die steifere Sohle.
- 4
Den Kategorie-Finder als Richtwert nutzen.
- 5
Beide Stufen anprobieren und auf einer Rampe bergab gehen.
Modelle und Ratgeber
Typische Schuhe der Kategorie B sind knöchelhohe Lederstiefel wie der Meindl Vakuum, der Hanwag Tatra II oder der Lowa Renegade. Überblicke geben der Meindl-Vergleich und der Hanwag-Vergleich.
Für den Bereich B/C lohnt ein Blick auf die alpinen Marken. Im Ratgeber Scarpa Bergschuhe finden Sie zum Beispiel den Mont Blanc GTX, der als bedingt steigeisenfester Hochtourenschuh gelistet ist. Weitere Modelle stehen im Ratgeber La Sportiva Bergschuhe. Die allgemeine Frage nach Berg- und Wanderschuh behandelt Bergschuhe oder Wanderschuhe.
Häufige Fragen
Kann ich mit einem B-Schuh Steigeisen nutzen? Manche Riemensteigeisen sind laut Hersteller für steifere B-Schuhe freigegeben. Prüfen Sie die Angaben von Schuh- und Steigeisenhersteller. Grödel passen an die meisten Wanderschuhe.
Ist B/C für Hüttentouren zu steif? Für reine Hüttenwege ist B/C oft mehr Schuh als nötig. Auf langen Forststraßen ermüden viele Wanderer darin schneller.
Was bedeutet bedingt steigeisenfest? Der Schuh nimmt Steigeisen mit Riemen- oder Halbautomatik-Bindung auf, aber keine Automatik-Bindung, die vorne eine Kante braucht.
Brauche ich für einen Klettersteig B/C? Viele Klettersteiggeher bevorzugen eine steife Sohle mit Kletterzone. Für einfache Klettersteige reicht oft auch ein steifer B-Schuh oder ein spezieller Zustiegsschuh.
Was Sie dafür brauchen
- Preis bei Amazon prüfenWerbelink
Scarpa Mont Blanc GTX: bedingt steigeisenfester Hochtourenschuh
- Preis bei Amazon prüfenWerbelink
La Sportiva Trango TRK Leather GTX mit Perwanger-Leder
- Preis bei Amazon prüfenWerbelink
Meindl Vakuum Lady Ultra: Nubuk mit Gore-Tex
Aus: Meindl Wanderschuhe im Vergleich: Island, Vakuum, Borneo
- Preis bei Amazon prüfenWerbelink
Hanwag Alaska GTX: Leder-Trekkingstiefel mit Langschaft
Aus: Hanwag Bergschuhe im Vergleich: Tatra, Banks, Alverstone