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Anleitung

Wanderschuhe richtig schnüren: Fersenschloss und Zonen

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Die Schnürung ist das einfachste Werkzeug, um die Passform eines Wanderschuhs anzupassen. Richtig eingesetzt hält sie die Ferse fest, verhindert, dass die Zehen bergab anstoßen, und entlastet Druckstellen. Viele Wanderer schnüren aber einfach von unten nach oben gleichmäßig fest. Diese Anleitung erklärt die Schnürzonen, zeigt das Fersenschloss Schritt für Schritt und gibt Techniken für bergauf, bergab und Druckstellen am Rist. Sie gilt für Wanderschuhe wie für Bergschuhe.

Die drei Schnürzonen

Ein knöchelhoher Wanderschuh lässt sich in drei Zonen einteilen. Jede hat eine eigene Aufgabe, und jede kann unterschiedlich fest geschnürt werden.

Bei Halbschuhen fällt die Schaftzone weg. Das Prinzip bleibt aber gleich: Vorfuß locker, Rist und Ferse fest.

Das Fersenschloss Schritt für Schritt

Das Fersenschloss trennt die Spannung von Rist und Schaft. Viele Wander- und Bergschuhe haben am Übergang einen Klemmhaken oder eine Klemmöse, die die Schnürsenkel festhält. Wo das fehlt, hilft ein doppeltes Überkreuzen, oft Chirurgenknoten genannt.

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    Ferse in die Fersenkappe zurückklopfen, den Fuß dabei flach auf den Boden stellen.

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    Vorfuß locker vorspannen, ohne die Zehen einzuengen.

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    Den Rist Öse für Öse fest anziehen.

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    Am Übergang zum Schaft die Schnürsenkel zweimal umeinander schlingen oder in den Klemmhaken drücken.

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    Den Schaft mit der gewünschten Spannung über die oberen Haken schnüren.

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    Oben eine Schleife binden und bei Bedarf einen Doppelknoten setzen.

Hinweis:Lose Schnürsenkel sind eine Stolperfalle. Binden Sie im steilen Gelände einen Doppelknoten und prüfen Sie die Schnürung vor Abstiegen.

Schnüren für bergauf und bergab

Bergauf beugt sich das Sprunggelenk stark nach vorne. Ist der Schaft zu fest, drückt er auf das Schienbein und behindert die Bewegung. Lösen Sie deshalb vor langen Anstiegen die Schaftzone etwas. Das Fersenschloss hält Rist und Ferse trotzdem fest.

Bergab schiebt sich der Fuß nach vorne. Damit die Zehen nicht anstoßen, ziehen Sie den Rist nach und schnüren den Schaft fester. So sitzt die Ferse tiefer in der Fersenkappe und der Knöchel ist besser gestützt.

Auf langen Touren lohnt es sich, die Schnürung an Pausen oder vor dem Abstieg kurz anzupassen. Das dauert wenige Sekunden und kann Blasen und blaue Zehennägel verhindern.

Techniken gegen Druckstellen

Wenn eine Technik nicht hilft, liegt das Problem meist an der Passform. Hinweise dazu geben die Beiträge Wie müssen Wanderschuhe passen? und Wanderschuhe drücken.

  • Druck am Rist: Lassen Sie an der drückenden Stelle eine Kreuzung aus und führen Sie die Senkel senkrecht zur nächsten Öse. So entsteht ein Fenster ohne Druck.
  • Breiter Vorfuß: Schnüren Sie den Vorfuß sehr locker oder lassen Sie die unterste Kreuzung weg.
  • Schmale Ferse: Nutzen Sie das Fersenschloss und schnüren Sie den Rist etwas fester.
  • Druck an der Achillessehne: Lockern Sie die obersten Haken und schnüren Sie den Schaft nur bis zum vorletzten Haken.
  • Zehen stoßen bergab an: Rist fester, Fersenschloss setzen, bei Bedarf eine halbe Größe größer wählen.

Schnürsenkel: Länge, Material und Ersatz

Wanderschuhe haben meist runde oder flach geflochtene Senkel aus robustem Kunstfaser- oder Mischgewebe. Runde Senkel gleiten leichter durch Haken, flache halten in Ösen oft besser die Spannung. Wichtig ist, dass der Senkel nicht zu glatt ist, sonst löst sich die Schleife unterwegs.

Die richtige Länge hängt von der Zahl der Ösen und Haken ab. Am einfachsten messen Sie den alten Senkel oder schauen beim Hersteller nach. Viele Hersteller bieten passende Ersatzsenkel für ihre Modelle an. Nehmen Sie auf längere Touren einen Ersatzsenkel mit, er wiegt kaum etwas.

Ausgefranste oder angescheuerte Senkel sollten Sie rechtzeitig tauschen. Ein Senkel, der im Abstieg reißt, ist mehr als ärgerlich.

Passende Schuhe für eine gute Schnürung

Eine gute Schnürung kann kleine Passformprobleme ausgleichen, aber keinen falschen Leisten. Achten Sie bei der Wahl auf ein Schnürsystem, das bis weit nach vorne reicht, und auf einen Klemmhaken am Übergang zum Schaft. Viele knöchelhohe Modelle der großen Hersteller haben beides.

Eine Auswahl finden Sie in den Ratgebern Wanderschuhe für Herren, Wanderschuhe für Damen und Lowa im Vergleich. Bevor Sie mit neuen Schuhen auf Tour gehen, sollten Sie sie einlaufen.

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Häufige Fragen

Wie fest sollte man Wanderschuhe schnüren? Den Rist fest, den Vorfuß eher locker, den Schaft nach Gelände. Die Schnürung darf nicht einschneiden oder Taubheitsgefühle verursachen.

Was ist ein Fersenschloss? Eine Fixierung der Schnürsenkel am Übergang vom Rist zum Schaft, per Klemmhaken oder doppeltem Überkreuzen. Sie hält die Ferse in Position.

Wie lang müssen Schnürsenkel für Lowa-Wanderschuhe sein? Das hängt vom Modell ab. Messen Sie den alten Senkel oder schauen Sie in die Angaben von Lowa.

Schnürt man Bergschuhe anders? Das Prinzip ist gleich. Bei steifen Bergschuhen ist das Fersenschloss besonders wichtig, weil die Ferse in steifen Sohlen leichter abhebt.

Was Sie dafür brauchen